Denn das Schöne ist nichts als des Schrecklichen Anfang, den wir noch grade ertragen, und wir bewundern es so, weil es gelassen verschmäht, uns zu zerstören.
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Rainer Maria Rilke (1875–1926) war einer der bedeutendsten Lyriker der literarischen Moderne, bekannt für seine sprachgewaltigen Dinggedichte und die tiefgründigen 'Duineser Elegien'.
23 Zitate
Denn das Schöne ist nichts als des Schrecklichen Anfang, den wir noch grade ertragen, und wir bewundern es so, weil es gelassen verschmäht, uns zu zerstören.
Das ist das Geheimnis der Verklärung: daß man die Dinge nicht mehr als Gegenstände, sondern als Zustände empfindet.
Man muß Geduld haben gegen das Ungelöste im Herzen und versuchen, die Fragen selber lieb zu haben wie verschlossene Stuben und wie Bücher, die in einer sehr fremden Sprache geschrieben…
Du musst dein Leben nicht verstehen, dann wird es werden wie ein Fest. Und lass dir jeden Tag geschehen, so wie ein Kind im Weitergehen von jedem Wehen sich viele…
Man muß an die Dinge glauben wie an Keime, die in der Erde liegen, und man muß warten können, bis sie die Kraft haben, durchzubrechen.
Man muß den Dingen die eigene, stille, ungestörte Entwickelung lassen, die tief aus ihrem Innern kommt und die durch nichts gedrängt oder beschleunigt werden kann.
Man muß den Dingen die eigene, stille Ungestörtheit lassen, die nur jene haben, welche von innen her kommen.
Im Grunde ist das die einzige Tapferkeit, die von uns verlangt wird: mutig zu sein für das Seltsamste, Wunderbarste und Unbegreiflichste, das uns begegnen kann.
Wir müssen unser Dasein so weit als möglich führen und nicht an uns sparen.
Die Zukunft tritt in uns ein, um sich in uns zu verwandeln, lange bevor sie geschieht.