Das Glück ist die größte der Eroberungen, die wir gegen das uns aufgezwungene Schicksal erringen.
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Hintergrund & Bedeutung

Albert Camus entwickelte seine Philosophie des Absurden vor dem Hintergrund der existenziellen Erschütterungen des Zweiten Weltkriegs und der Erfahrung der menschlichen Sterblichkeit. In einer Welt, die keine objektive Sinnhaftigkeit bietet, sah er den Menschen mit der Sinnlosigkeit seines Daseins konfrontiert. Das Streben nach Glück wird in diesem Zusammenhang zu einem Akt des Widerstands gegen die Gleichgültigkeit des Universums. Camus verstand das Leben nicht als ein Geschenk, sondern als eine Herausforderung, die trotz der Unausweichlichkeit des Leidens und des Todes angenommen werden muss.

Die Aussage verdeutlicht, dass Glück kein passiver Zustand oder ein glücklicher Zufall ist, sondern eine bewusste Entscheidung und eine aktive Leistung des Individuums. Es ist die Frucht eines inneren Kampfes gegen den Nihilismus. Im Sinne seines Werkes 'Der Mythos von Sisyphos' bedeutet dies, das eigene Schicksal anzuerkennen und dennoch die Freiheit zu wählen, das Leben zu bejahen. Die Eroberung des Glücks ist somit die ultimative Rebellion gegen das Absurde: Indem der Mensch glücklich ist, entzieht er sich der Herrschaft der Verzweiflung.

Heute dient der Gedanke als zeitloser Appell an die Selbstwirksamkeit und psychologische Resilienz. In der modernen Philosophie und der populären Psychologie wird er herangezogen, um die Bedeutung der persönlichen Einstellung gegenüber widrigen Lebensumständen zu betonen. Camus’ Perspektive bleibt relevant, da sie eine säkulare Ethik anbietet, die ohne metaphysische Tröstungen auskommt und stattdessen die Würde des Menschen in seiner Fähigkeit zur Freude inmitten einer gleichgültigen Welt verankert.

Albert Camus

Philosoph, Schriftsteller · Französisch

Albert Camus war ein französischer Schriftsteller, Philosoph und Nobelpreisträger, der als einer der bedeutendsten Denker des 20. Jahrhunderts gilt und den Absurdismus begründete.

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