Ein Elfmeter ist eine feige Art, ein Tor zu erzielen.
Fußballspieler Pelé, zitiert in: The Guardian, 2006
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Hintergrund & Bedeutung

Pelé äußerte diese provokante Ansicht wiederholt im Laufe seiner Karriere, unter anderem in Interviews mit internationalen Medien wie dem Guardian. Der historische Kontext liegt in Pelés Selbstverständnis als Ästhet und Virtuose des Fußballs, der das Spiel als kollektive Kunstform begriff. In einer Ära, in der der Fußball zunehmend taktischer und defensiver wurde, sah er im ruhenden Ball aus elf Metern eine Unterbrechung des natürlichen Spielflusses und der spielerischen Eleganz, die er selbst verkörperte. Die Aussage reflektiert eine Zeit, in der das Individuum gegen das System und die Effizienz gegen die Schönheit des Spiels abgewogen wurde. Die Kernidee hinter dieser Behauptung ist die Überzeugung, dass ein Tor das Resultat einer spielerischen Überlegenheit, einer Kombination oder eines physischen Durchsetzungsvermögens sein sollte. Pelé empfand den Elfmeter als künstliche Situation, die den Schützen massiv bevorzugt und den Torwart fast chancenlos lässt. Für ihn war das Erzielen eines Tores ohne direkte Gegenwehr der Verteidigung ein Mangel an sportlicher Herausforderung. Es ordnet sich in sein Ideal des 'Joga Bonito' ein, bei dem der Weg zum Ziel ebenso wichtig ist wie das Tor selbst. Heute wird das Zitat oft herangezogen, um über die Gerechtigkeit im Sport oder die zunehmende Technisierung durch den Videobeweis zu debattieren. Es findet Verwendung in der Sportphilosophie und Literatur, wenn es darum geht, den moralischen Wert von Erfolg zu hinterfragen. In der Popkultur dient es als nostalgischer Verweis auf eine Zeit, in der Fußball noch primär als intuitives Spiel und weniger als mathematisch optimiertes Produkt wahrgenommen wurde.

Pelé

Fußballspieler · Brasilianisch

Pelé war ein brasilianischer Ausnahmefußballer und dreifacher Weltmeister, der als globaler Botschafter des Sports und Symbol für spielerische Eleganz gilt.

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