So ist Fußball. Manchmal gewinnt man und manchmal verlieren die anderen.
Es ist egal, ob man ein Heim- oder Auswärtsspiel hat, es ist noch immer eine Partie, in der man elf gegen elf spielt.
Hintergrund & Bedeutung
Lukas Podolski äußerte diesen Satz im Vorfeld des EM-Qualifikationsspiels gegen San Marino im September 2006. Die deutsche Nationalmannschaft befand sich zu diesem Zeitpunkt in einer Phase des Umbruchs und der Euphorie, kurz nach dem 'Sommermärchen' der Heim-Weltmeisterschaft. Trotz des enormen Qualitätsunterschieds zwischen dem dreimaligen Weltmeister und dem Fußball-Zwerg San Marino war die mediale Erwartungshaltung hoch, jedes Spiel mit höchster Professionalität anzugehen. Podolski reagierte mit seiner Aussage auf die typischen Fragen nach der Favoritenrolle und den äußeren Bedingungen der Auswärtspartie.Die Kernbotschaft des Zitats liegt in einer radikalen Vereinfachung des komplexen Profisports auf seine sportliche Essenz. Podolski bringt zum Ausdruck, dass taktische Analysen, Heimvorteile oder die Kulisse zweitrangig sind, sobald der Anpfiff erfolgt. Es spiegelt seine unbeschwerte, instinktive Herangehensweise an den Fußball wider, die ihn während seiner gesamten Karriere auszeichnete. Für ihn zählt nicht das Drumherum, sondern die unmittelbare sportliche Konfrontation auf dem Rasen, bei der die personelle Gleichzahl die theoretische Ausgangslage nivelliert.In der heutigen Rezeption gilt der Ausspruch als Paradebeispiel für die entwaffnende Logik und den sprachlichen Minimalismus Podolskis. Er wird oft in Sammlungen von Fußballerzitaten angeführt, um die bisweilen redundante Rhetorik in Sportinterviews humorvoll zu persiflieren. Über den Fußball hinaus findet das Zitat Verwendung als ironisches Mantra für Gelassenheit gegenüber vermeintlich schwierigen Rahmenbedingungen. Es hat sich in der Popkultur als Ausdruck einer 'einfachen Wahrheit' etabliert, die komplizierte Sachverhalte auf eine unanfechtbare, wenn auch triviale Basis zurückführt.
