Wenn man eine Sache wirklich will, sollte man nicht zulassen, dass Hindernisse einen aufhalten. Wenn man ein Ziel hat, muss man hart arbeiten, um es zu erreichen.
Ich versuche, die Dinge so zu lehren, dass die Menschen verstehen, dass wir alle in derselben Welt leben und dass wir uns gegenseitig helfen sollten, wenn wir können.
Hintergrund & Bedeutung
Ruth Bader Ginsburg äußerte diese Worte im Jahr 2015 während eines ausführlichen Interviews mit der American Bar Association. Zu diesem Zeitpunkt war sie bereits über zwei Jahrzehnte als Richterin am Obersten Gerichtshof der Vereinigten Staaten tätig und hatte sich längst als kulturelle Ikone etabliert. Der historische Kontext war geprägt von einer zunehmenden politischen Polarisierung in den USA, während Ginsburg selbst auf eine Karriere zurückblickte, die dem Abbau von Diskriminierung und der Förderung von Gleichberechtigung gewidmet war. In der Spätphase ihres Lebens reflektierte sie verstärkt über ihre Rolle als Mentorin und die pädagogische Verantwortung, die mit ihrem hohen Amt einherging.Die Aussage artikuliert eine tief verwurzelte humanistische Überzeugung, die Ginsburgs gesamte juristische Philosophie durchzog. Es geht um die Anerkennung einer globalen Interdependenz und die moralische Verpflichtung zur Empathie. Für Ginsburg war das Recht nicht nur ein abstraktes Regelwerk, sondern ein Instrument, um die Lebensrealitäten der Menschen zu verbessern. Sie verstand Bildung und Rechtsprechung als Mittel, um Barrieren abzubauen und ein Bewusstsein für die gemeinsame menschliche Erfahrung zu schaffen. Dieser Ansatz spiegelt ihren lebenslangen Kampf für Minderheitenrechte wider, bei dem sie stets betonte, dass der Fortschritt einer Gruppe letztlich der gesamten Gesellschaft zugutekommt.Heute dient die Passage als Leitmotiv für soziales Engagement und zivilcouragiertes Handeln. Sie wird häufig in Bildungskontexten, bei Gedenkveranstaltungen oder in der juristischen Ausbildung zitiert, um an die ethische Dimension professionellen Wirkens zu erinnern. In der Popkultur wird das Zitat oft genutzt, um Ginsburgs Vermächtnis als 'Notorious R.B.G.' über ihre juristischen Urteile hinaus als moralische Kompassnadel zu stilisieren. Es bleibt relevant, da es eine zeitlose Antwort auf gesellschaftliche Spaltung bietet und die Notwendigkeit kollektiver Verantwortung in einer vernetzten Welt betont.
