Man darf nie stehen bleiben. Das ist wie beim Fahrradfahren: Wenn man aufhört zu treten, dann fällt man um. Man muss immer in Bewegung bleiben.
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Hintergrund & Bedeutung

Karl Lagerfeld prägte dieses Bild der ständigen Vorwärtsbewegung in zahlreichen Interviews und Talkshows, vor allem in seinen späten Schaffensjahren nach der Jahrtausendwende. In einer Ära des rasanten digitalen Wandels und einer sich immer schneller drehenden Modeindustrie reflektierte der Designer damit seine eigene Arbeitsmoral. Er weigerte sich zeitlebens, im Archiv seiner eigenen Erfolge zu verharren oder nostalgisch auf vergangene Kollektionen zurückzublicken. Für ihn war der Stillstand gleichbedeutend mit kreativem und intellektuellem Tod, weshalb er sich stets mit der Gegenwart und der Zukunft umgab. Die Metapher des Fahrradfahrens verdeutlicht die Notwendigkeit einer aktiven, ununterbrochenen Kraftanstrengung, um das Gleichgewicht in einer flüchtigen Welt zu halten. Es geht nicht nur um beruflichen Erfolg, sondern um eine existenzielle Haltung: Wer aufhört, sich geistig zu fordern und neue Reize aufzunehmen, verliert den Halt und den Anschluss an die Realität. Diese Philosophie erklärt auch Lagerfelds enorme Produktivität bis ins hohe Alter, da er Neugier als den wichtigsten Motor des Lebens betrachtete. Heute wird der Vergleich in der Ratgeberliteratur, im Management-Coaching und im alltäglichen Diskurs über lebenslanges Lernen verwendet. Er dient als prägnantes Mantra gegen Selbstzufriedenheit und Trägheit. In der Popkultur bleibt das Zitat als Sinnbild für Lagerfelds Disziplin und seinen unbändigen Willen zur Selbsterneuerung lebendig.

Karl Lagerfeld

Modeschöpfer · Deutsch

Karl Lagerfeld war ein weltweit einflussreicher deutscher Modeschöpfer, Designer und Fotograf, der vor allem als langjähriger Kreativdirektor des französischen Luxushauses Chanel Weltruhm erlangte.

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