Wir haben die Verantwortung, die Welt zu einem besseren Ort für alle Lebewesen zu machen, denn wir sind die einzige Spezies, die dazu fähig ist.
Meine Aufgabe ist es, Hoffnung zu geben, denn wenn Menschen keine Hoffnung haben, tun sie nichts.
Hintergrund & Bedeutung
Jane Goodall formulierte diese Überzeugung verstärkt in der Spätphase ihres Wirkens, insbesondere im Rahmen ihrer weltweiten Vortragsreisen und in ihrem Werk 'Das Buch der Hoffnung'. Angesichts der drohenden Klimakatastrophe und des rasanten Artensterbens erkannte die britische Primatologin, dass wissenschaftliche Fakten allein nicht ausreichen, um globalen Wandel herbeizuführen. Sie reagierte damit auf eine wachsende ökologische Resignation, die sie bei jungen Menschen weltweit beobachtete, und setzte ihrer Rolle als Forscherin die der Botschafterin für den Naturschutz entgegen. Die Aussage bildet den Kern ihrer Philosophie des Handelns. Goodall argumentiert, dass Hoffnung kein passiver Optimismus ist, sondern eine überlebenswichtige psychologische Ressource. Ohne die begründete Erwartung auf Besserung verfällt das Individuum in Apathie und Hilflosigkeit, was kollektive Anstrengungen zum Umweltschutz im Keim erstickt. Für Goodall ist Hoffnung somit der notwendige Katalysator, der Wissen in konkrete Taten übersetzt und den menschlichen Überlebenswillen aktiviert. Heute dient das Zitat als Leitmotiv für Umweltbewegungen wie 'Roots & Shoots' und wird in psychologischen Diskursen über 'Climate Anxiety' rezipiert. Es findet regelmäßig Verwendung in der pädagogischen Arbeit und der Motivationsliteratur, um den Teufelskreis aus negativen Nachrichten und daraus resultierender Handlungsunfähigkeit zu durchbrechen. In einer Zeit der Polykrisen bleibt Goodalls Aufruf ein zentraler Bezugspunkt für die Überzeugung, dass der Glaube an die Veränderbarkeit der Welt die Grundvoraussetzung für deren Rettung ist.
