Ich habe einmal gesagt, dass ich Pelé übertreffen wollte, und ich habe es getan. Ich habe es auf dem Platz bewiesen, und das ist alles, was zählt.
Wenn du die Chance hast, das Beste aus deinem Leben zu machen, dann musst du es auch tun, denn du weißt nie, wie lange du es genießen kannst.
Hintergrund & Bedeutung
George Best verfasste diese Zeilen gegen Ende seines Lebens in seiner 2001 erschienenen Autobiografie „Blessed“. Zu diesem Zeitpunkt war die nordirische Fußball-Legende bereits schwer von den Folgen jahrzehntelangen Alkoholmissbrauchs gezeichnet und blickte auf eine Karriere zurück, die ebenso von genialem Talent wie von dramatischen Abstürzen geprägt war. Der Kontext ist die schmerzhafte Selbsterkenntnis eines Mannes, der den Gipfel des Weltfußballs erklommen hatte, aber durch seinen Lebensstil frühzeitig den Anschluss an den Profisport verlor. Die Worte spiegeln die Dringlichkeit wider, die sich aus der Erfahrung der eigenen Sterblichkeit und dem Bewusstsein für vertane Gelegenheiten ergibt. Im Kern formuliert Best hier ein Plädoyer für den Hedonismus gepaart mit einer tiefen Melancholie. Das Zitat drückt die Überzeugung aus, dass das Leben eine flüchtige Chance ist, die radikale Entschlossenheit erfordert. Es ist typisch für Bests Philosophie, die das Hier und Jetzt über langfristige Absicherung stellte, jedoch schwingt in der Autobiografie die Warnung mit, dass die Zeit des Genusses begrenzt ist. Heute wird der Ausspruch oft als universelle Lebensweisheit in der Popkultur und Motivationsliteratur zitiert. Er dient als Mahnung zur Selbstverwirklichung und wird häufig herangezogen, um den tragischen Heldenstatus Bests zu untermauern – als jemand, der alles besaß, alles riskierte und schließlich die Vergänglichkeit des Ruhms am eigenen Leib erfuhr.
