Wenn man den Ball hat, muss man ihn auch ins Tor schießen. Das ist das Wichtigste im Fußball, alles andere ist nur Beiwerk.
Fußballspieler Gerd Müller in einem Interview mit der Süddeutschen Zeitung, 2015
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Hintergrund & Bedeutung

In einem Interview mit der Süddeutschen Zeitung im Jahr 2015 blickte Gerd Müller auf seine beispiellose Karriere zurück. Zu diesem Zeitpunkt war der 'Bomber der Nation' bereits von seiner Alzheimer-Erkrankung gezeichnet, was dem Gespräch eine besondere Melancholie und Schlichtheit verlieh. Müller reflektierte über die Professionalisierung des modernen Fußballs, der sich zunehmend in taktischen Analysen und statistischen Werten verlor. Inmitten dieser hochkomplexen Sportwelt erinnerte er an die fundamentale Essenz des Spiels, die ihn zeitlebens leitete. Die Aussage ist das Destillat einer Philosophie, die Effizienz über Ästhetik stellt. Müller betont, dass taktische Finessen, Ballbesitzquoten und Spielaufbau wertlos bleiben, wenn der finale Abschluss fehlt. Für ihn war Fußball kein abstraktes System, sondern ein ergebnisorientiertes Handwerk. Diese Radikalität der Vereinfachung erklärt seine eigene Spielweise: Er war kein Techniker der großen Gesten, sondern ein Instinktfußballer, der dort stand, wo der Ball hinfiel. Alles, was nicht unmittelbar zum Torerfolg führte, ordnete er dem 'Beiwerk' unter. Heute wird dieser Satz oft zitiert, um die Rückkehr zum Wesentlichen einzufordern. Er findet Verwendung in Sportkommentaren, wenn Mannschaften trotz Überlegenheit verlieren, dient aber auch im Management als Metapher für Zielorientierung. Müllers Worte sind zum Synonym für eine pragmatische Ergebnismentalität geworden, die in einer Welt voller Ablenkungen die Konzentration auf das eigentliche Ziel anmahnt.

Gerd Müller

Fußballspieler · Deutsch

Gerd Müller, bekannt als der Bomber der Nation, war einer der erfolgreichsten deutschen Stürmer und ein entscheidender Akteur beim Gewinn der Weltmeisterschaft 1974.

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