Wenn man sie erst einmal getötet hat, sind sie so friedlich, so ruhig. Sie sind nicht mehr in der Lage, sich zu wehren oder einem weh zu tun. Man hat die volle Kontrolle.
Serienmörder Interview mit Edmund Kemper, dokumentiert in 'The Killing of America', 1982
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Hintergrund & Bedeutung

Edmund Kemper äußerte diese Worte in einem Interview für den Dokumentarfilm 'The Killing of America' aus dem Jahr 1982, lange nach seiner Verhaftung im Jahr 1973. Zu diesem Zeitpunkt war Kemper bereits eine zentrale Figur der Kriminalpsychologie, da er bereitwillig Einblicke in seine monströsen Taten gab. Die frühen 1980er Jahre waren geprägt von einem wachsenden öffentlichen Interesse an der Psyche von Serienmördern, wobei Kemper durch seine Artikuliertheit und Reflexionsfähigkeit aus der Masse der Gewaltverbrecher herausstach. Seine Aussagen fielen in eine Ära, in der das FBI begann, moderne Profiling-Methoden zu entwickeln, wofür Kempers Kooperation essenziell war.

Die Aussage offenbart das pathologische Bedürfnis nach absoluter Macht und die tiefe Angst vor Ablehnung, die Kempers Handeln trieben. Für ihn war der Mord kein bloßer Akt der Zerstörung, sondern ein Mittel zur Objektifizierung seiner Opfer. Im Tod verloren die Frauen ihre Autonomie und damit die Fähigkeit, ihn emotional zu verletzen oder zu kritisieren. Das Zitat verdeutlicht seine gestörte Wahrnehmung von zwischenmenschlicher Nähe, die er nur durch die totale Unterwerfung und den Stillstand des Gegenübers erreichen konnte. Es beschreibt den Übergang von einer unkontrollierbaren Realität in eine kontrollierte, nekrophile Fantasiewelt.

Heute dient das Zitat als Paradebeispiel für die dunkle Psychologie des Machtmotivs bei Serientätern und wird häufig in der Popkultur, etwa in Serien wie 'Mindhunter', thematisiert. Es wird in kriminologischen Fachkreisen zitiert, um die Mechanismen der Dehumanisierung zu illustrieren. Jenseits der Kriminalistik findet es Anwendung in philosophischen Diskursen über die Natur des Bösen und die menschliche Obsession mit Kontrolle. Die verstörende Nüchternheit der Worte sorgt dafür, dass sie bis heute als Inbegriff der emotionalen Kälte und der radikalen Entfremdung gelten.

Edmund Kemper

Serienmörder · Amerikanisch

Bekannt als der 'Co-ed Killer', zeichnete er sich durch seine hohe Intelligenz und seine Kooperation mit dem FBI aus.

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