Wir sind ein Teil der Natur, nicht ihr Herrscher oder ihr Eigentümer.
Primatologin und Umweltschützerin Commonly attributed
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Hintergrund & Bedeutung

Jane Goodall prägte dieses ökologische Leitbild durch ihre jahrzehntelange Feldforschung in Gombe, Tansania, beginnend in den 1960er Jahren. Ihre Beobachtungen von Schimpansen, die Werkzeuge gebrauchten und komplexe Sozialstrukturen zeigten, erschütterten das damals vorherrschende anthropozentrische Weltbild, das den Menschen strikt von der Tierwelt trennte. In einer Zeit der fortschreitenden industriellen Ausbeutung und beginnenden Umweltzerstörung entwickelte Goodall eine Philosophie, die auf der tiefen Verbundenheit aller Lebewesen basiert. Ihre Worte entsprangen der Erkenntnis, dass die Arroganz der menschlichen Dominanz die ökologischen Lebensgrundlagen gefährdet. Die Kernbotschaft liegt in der radikalen Ablehnung einer hierarchischen Ordnung, in der die Natur lediglich als Ressource fungiert. Goodall plädiert für Demut und die Anerkennung, dass der Mensch innerhalb biologischer Kreisläufe agiert, statt über ihnen zu stehen. Diese Sichtweise spiegelt ihre ganzheitliche Ethik wider: Der Schutz der Biodiversität ist kein Akt der Wohltätigkeit, sondern eine Überlebensnotwendigkeit für die Spezies Mensch selbst. Heute dient der Ausspruch als zentrales Mantra der globalen Klimaschutzbewegung und der Tiefenökologie. Er findet regelmäßig Verwendung in bildungspolitischen Diskursen, in der Umweltethik sowie in populärwissenschaftlichen Dokumentationen. In einer Ära, die durch das Anthropozän und das Artensterben geprägt ist, fungiert die Aussage als moralischer Kompass, um das Verhältnis zwischen Zivilisation und Biosphäre neu zu verhandeln.

Jane Goodall

Primatologin und Umweltschützerin · Britisch

Jane Goodall ist eine britische Primatologin und Umweltaktivistin, die durch ihre revolutionären Langzeitstudien über Schimpansen im Gombe-Stream-Nationalpark weltberühmt wurde.

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