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Zitate von B.K.S. Iyengar

Yogalehrer und Autor · Indisch · 1918–2014

B.K.S. Iyengar war einer der bedeutendsten Yogalehrer der Moderne und Begründer des Iyengar-Yoga, der durch die systematische Nutzung von Hilfsmitteln und anatomische Präzision das Hatha-Yoga weltweit popularisierte.

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Bellur Krishnamachar Sundararaja Iyengar wurde 1918 in eine arme Familie im südindischen Dorf Bellur geboren. Seine Kindheit war von schweren Krankheiten wie Malaria, Tuberkulose und Typhus geprägt, was seine körperliche Konstitution massiv schwächte. Die Wende kam im Alter von 16 Jahren, als er unter der strengen Anleitung seines Schwagers Tirumalai Krishnamacharya mit der Yogapraxis begann. Trotz anfänglicher körperlicher Einschränkungen entwickelte Iyengar eine außergewöhnliche Disziplin. 1937 schickte ihn sein Lehrer nach Pune, um dort Yoga zu unterrichten. In den folgenden Jahrzehnten verfeinerte er seine Technik durch intensives Selbststudium und anatomische Beobachtung, wobei er die traditionellen Asanas systematisch analysierte und für Menschen aller körperlichen Voraussetzungen zugänglich machte. Iyengars Philosophie basierte auf der Überzeugung, dass der Körper das erste Instrument ist, um den Geist zu erreichen. Sein Denken war tief in den Yoga-Sutras von Patanjali verwurzelt, die er modern interpretierte. Er betrachtete Yoga nicht als rein physische Übung, sondern als eine ganzheitliche Disziplin, die Ethik, körperliche Gesundheit und spirituelle Erkenntnis vereint. Ein zentrales Thema seiner Lehre war die ‚Meditation in der Tat‘: Durch die absolute Konzentration auf die korrekte Ausrichtung des Körpers in der Asana sollte der Übende eine geistige Stille erreichen, die über die Matte hinaus in den Alltag wirkt. Er betonte stets, dass Yoga für jeden zugänglich sein müsse, was zur Entwicklung von Hilfsmitteln wie Gurten, Blöcken und Decken führte. Das Vermächtnis von B.K.S. Iyengar ist monumental. Sein 1966 erschienenes Werk ‚Licht auf Yoga‘ gilt bis heute als die ‚Bibel‘ des modernen Hatha-Yoga und wurde in über 18 Sprachen übersetzt. Er war maßgeblich daran beteiligt, Yoga im Westen als seriöse Methode zur Gesundheitsförderung und Selbsterkenntnis zu etablieren, insbesondere nachdem er in den 1950er Jahren den Geiger Yehudi Menuhin kennenlernte, der ihn nach Europa einlud. Iyengars Einfluss reicht weit über die Esoterik hinaus; seine Methoden finden heute Anwendung in der Physiotherapie, der Sportwissenschaft und der Psychosomatik. Sein systematischer Ansatz verwandelte eine einst geheimnisvolle indische Tradition in eine globale Praxis, die Millionen von Menschen weltweit als Weg zur physischen und psychischen Balance dient.