Ich bin kein Star. Ein Star ist ein Himmelskörper. Ich bin ein Schauspieler, der seinen Beruf mit einer gewissen Leidenschaft betreibt, solange er dazu in der Lage ist.
Zitate von Götz George
Götz George war einer der bedeutendsten deutschen Schauspieler des 20. Jahrhunderts, der vor allem als unkonventioneller Tatort-Kommissar Horst Schimanski Kultstatus erreichte.
8 Zitate
Götz George wurde 1938 in Berlin in eine prominente Schauspielerfamilie hineingeboren; sein Vater war der berühmte Heinrich George, seine Mutter Berta Drews. Der frühe Tod des Vaters in sowjetischer Gefangenschaft prägte Georges Kindheit und seinen späteren Ehrgeiz maßgeblich. Nach seiner Ausbildung am Berliner UFA-Nachwuchsstudio und ersten Erfolgen auf der Theaterbühne in Göttingen sowie in den Karl-May-Verfilmungen der 1960er Jahre, entwickelte er sich zu einem der wandlungsfähigsten Darsteller des deutschen Kinos und Fernsehens. Sein Wirken war stets von einer enormen physischen Präsenz und einer kompromisslosen Hingabe an seine Rollen gekennzeichnet, was ihn zu einer Ausnahmeerscheinung in der deutschen Kulturlandschaft machte.
In seinem Denken und seinen Überzeugungen war George von einem tiefen Arbeitsethos und dem Streben nach Authentizität geleitet. Er lehnte Oberflächlichkeit ab und suchte in seinen Figuren oft nach der Ambivalenz und dem Bruch. Dies zeigte sich besonders in seiner bekanntesten Rolle als Horst Schimanski, mit der er das Bild des deutschen Polizeibeamten revolutionierte: weg vom korrekten Staatsdiener, hin zum proletarischen, fluchenden, aber zutiefst menschlichen Ermittler. George vertrat die Ansicht, dass Kunst wehtun und aufrütteln müsse. In Interviews thematisierte er immer wieder die Notwendigkeit von Disziplin und die Auseinandersetzung mit der deutschen Geschichte, was besonders in seiner Darstellung des Massenmörders Fritz Haarmann in ‚Der Totmacher‘ oder in der filmischen Aufarbeitung der Biografie seines Vaters deutlich wurde.
Das Vermächtnis von Götz George liegt in der Modernisierung des deutschen Schauspielstils und der Etablierung einer neuen Form von Realismus im Fernsehen. Er brach mit bürgerlichen Konventionen und gab den Arbeitermilieus eine prominente Bühne. Sein Einfluss reicht weit über die Unterhaltung hinaus, da er gesellschaftliche Debatten über Männlichkeit, soziale Gerechtigkeit und die moralische Verantwortung des Einzelnen anstieß. Bis heute werden seine Werke geschätzt, weil sie eine seltene Intensität verkörpern und George als Künstler in Erinnerung bleibt, der sich nie hinter einer Maske versteckte, sondern seine Rollen mit einer existentiellen Dringlichkeit ausfüllte, die das Publikum unmittelbar berührte.
Ich habe keine Lust, mich in ein Schema pressen zu lassen. Ich bin ein freier Mensch, und das will ich auch bleiben, solange ich atme.
Ich bin ein Schauspieler, der seinen Beruf liebt, der sich immer wieder neu erfindet und der versucht, den Menschen hinter der Maske zu zeigen.
Man muss im Leben immer wieder versuchen, die Balance zu finden zwischen dem, was man will, und dem, was man wirklich braucht, um glücklich und zufrieden zu sein.
Man muss im Alter lernen, die Dinge gelassener zu sehen und sich nicht mehr über alles aufzuregen, denn die Zeit, die einem bleibt, ist viel zu kostbar.
Man muss das Leben mit einer gewissen Leichtigkeit nehmen, auch wenn es schwerfällt, denn am Ende zählt nur, dass man versucht hat, sein Bestes zu geben und dabei Mensch geblieben…
Man muss sich immer wieder neu entdecken, man darf nie stehen bleiben, man muss neugierig sein auf das Leben und auf das, was noch kommt.
Man muss im Leben immer wieder aufstehen und versuchen, seine Träume zu verwirklichen, egal wie oft man hinfällt, denn das Wichtigste ist, sich selbst treu zu bleiben.
