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Zitate von Indra Devi

Yogalehrerin und Schauspielerin · Russisch-Amerikanisch · 1899–2002

Indra Devi war eine russisch-amerikanische Yoga-Pionierin und Schauspielerin, die als „First Lady des Yoga“ den modernen Hatha-Yoga im Westen sowie in Indien popularisierte.

5 Zitate

Indra Devi wurde 1899 als Eugenie Peterson in Riga geboren und wuchs in einem aristokratischen Umfeld des russischen Kaiserreiches auf. Nach der Flucht vor der Russischen Revolution nach Berlin begann sie eine Karriere als Schauspielerin und Tänzerin, doch ihre lebenslange Faszination für Indien führte sie 1927 schließlich nach Fernost. In Indien erlangte sie unter dem Künstlernamen Indra Devi Bekanntheit in der aufstrebenden Filmindustrie. Ihre wichtigste Lebenswende vollzog sich jedoch, als sie Schülerin von Tirumalai Krishnamacharya wurde. Trotz anfänglicher Widerstände gegen eine westliche Frau als Schülerin meisterte sie die Disziplin und wurde von ihrem Lehrer ausdrücklich beauftragt, Yoga in der Welt zu verbreiten. Dies führte sie zunächst nach China, wo sie die erste Yogaschule in Shanghai eröffnete, und später in die USA.

Ihr Denken war von der Überzeugung geprägt, dass Yoga keine exklusive spirituelle Praxis für indische Asketen sei, sondern ein universelles Werkzeug zur Bewältigung des modernen Lebens. In ihren Büchern und Lehren betonte sie die Verbindung von körperlicher Gesundheit, emotionaler Gelassenheit und geistiger Disziplin. Für Devi war Yoga eine Methode zur Stressbewältigung und zur Erlangung inneren Friedens, unabhängig von religiösen Dogmen. Sie vertrat die Ansicht, dass Liebe und Furchtlosigkeit die Grundpfeiler eines erfüllten Lebens seien, und integrierte einfache Atemtechniken sowie Entspannungsübungen in den Alltag ihrer Schüler, um die Selbstheilungskräfte des Körpers zu aktivieren.

Das Vermächtnis von Indra Devi ist fundamental für die globale Yoga-Bewegung. Durch die Eröffnung ihres Studios in Hollywood im Jahr 1947 und die Unterweisung prominenter Persönlichkeiten wie Marilyn Monroe und Greta Garbo trug sie maßgeblich dazu bei, Yoga von seinem damals exotischen, oft missverstandenen Image zu befreien und es als seriöse Gesundheits- und Wellnesspraxis im Westen zu etablieren. Ihr Einfluss erstreckte sich später bis nach Argentinien, wo sie ihre letzten Lebensjahrzehnte verbrachte und eine riesige Anhängerschaft aufbaute. Bis heute wird sie als Brückenbauerin zwischen Ost und West geschätzt, deren säkularer und zugleich tiefgründiger Ansatz die Basis für den heutigen Breitensport Yoga legte.