Was kümmert mich mein Geschwätz von gestern, nichts kann mich daran hindern, weiser zu werden.
Zitate von Konrad Adenauer
Konrad Adenauer war der erste Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland und prägte als Mitbegründer der CDU maßgeblich den demokratischen Wiederaufbau sowie die Westintegration des Landes nach dem Zweiten Weltkrieg.
14 Zitate
Konrad Adenauer wurde 1876 in Köln geboren und wuchs in einem katholisch geprägten, bürgerlichen Umfeld auf. Nach seinem Jurastudium schlug er eine politische Laufbahn in der Zentrumspartei ein und amtierte von 1917 bis 1933 als Oberbürgermeister von Köln. Während der Zeit des Nationalsozialismus wurde er seiner Ämter enthoben und zeitweise inhaftiert. Diese Erfahrung bestärkte ihn in seiner Ablehnung totalitärer Systeme. Nach Kriegsende kehrte er in die Politik zurück, war maßgeblich an der Gründung der CDU beteiligt und wurde 1949 im Alter von 73 Jahren zum ersten Bundeskanzler gewählt, ein Amt, das er bis 1963 innehatte. Adenauers Denken war tief im rheinischen Katholizismus und einem christlich-humanistischen Menschenbild verwurzelt. Er war überzeugt, dass nur eine feste Bindung an westliche Werte und eine enge Allianz mit den USA sowie die Aussöhnung mit Frankreich die Freiheit Deutschlands sichern könnten. Seine Politik der Westintegration und der Sozialen Marktwirtschaft zielte darauf ab, Deutschland nach der Katastrophe des Nationalsozialismus moralisch und wirtschaftlich zu rehabilitieren. In seinen Reden betonte er immer wieder die Notwendigkeit der europäischen Einigung als Friedensprojekt, um nationale Egoismen zu überwinden. Das Vermächtnis Adenauers ist das Fundament der modernen Bundesrepublik. Er transformierte einen Trümmerstaat in eine stabile Demokratie und verankerte Deutschland fest im westlichen Bündnissystem. Seine pragmatische, oft als autoritär kritisierte, aber stets zielgerichtete Staatsführung prägte das politische Selbstverständnis der Deutschen über Jahrzehnte. Heute gilt er als einer der Väter Europas; seine Vision eines geeinten Kontinents und sein Eintreten für Freiheit und Rechtsstaatlichkeit bleiben zentrale Bezugspunkte der zeitgenössischen Politik.
Man muss die Menschen nehmen, wie sie sind, andere gibt es nicht.
Ehrlichkeit ist die beste Politik, und wenn man sie nur deshalb anwendet, weil sie die beste Politik ist.
Man braucht nicht immer denselben Standpunkt zu haben, denn niemand kann einen daran hindern, klüger zu werden.
Man muss die Welt so nehmen, wie sie ist, aber man darf sie nicht so lassen.
Man muss immer das Beste wollen, auch wenn man weiß, dass man es nicht ganz erreichen kann.
Man muss die Dinge so nehmen, wie sie kommen. Aber man muss auch dafür sorgen, dass die Dinge so kommen, wie man sie nehmen möchte.
Wir leben alle unter demselben Himmel, aber wir haben nicht alle denselben Horizont.
Sorgen Sie sich nicht um die Zukunft. Sie kommt früh genug.
Man darf die Menschen nicht entmutigen, sondern muss sie ermutigen.
