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Zitate von Paramahansa Yogananda

Yogi und Guru · Indisch · 1893–1952

Paramahansa Yogananda war ein indischer Yogi und Guru, der durch sein Hauptwerk 'Autobiographie eines Yogi' Weltruhm erlangte und den Kriya Yoga im Westen verbreitete.

7 Zitate

Paramahansa Yogananda wurde 1893 als Mukunda Lal Ghosh im indischen Gorakhpur geboren. Schon früh zeigte er ein tiefes spirituelles Interesse, das ihn nach seinem Universitätsabschluss zu seinem Guru Swami Sri Yukteswar führte. Im Jahr 1920 reiste er als Delegierter zu einem Religionskongress nach Boston, was den Beginn seiner über dreißigjährigen Lehrtätigkeit in den Vereinigten Staaten markierte. In einer Zeit, die von kolonialen Umbrüchen und dem aufkommenden Materialismus der westlichen Moderne geprägt war, fungierte er als kultureller Brückenbauer zwischen Indien und dem Westen. Er gründete die Self-Realization Fellowship (SRF), um die wissenschaftlichen Techniken der Meditation und des Kriya Yoga dauerhaft zugänglich zu machen. Sein Denken basierte auf der Überzeugung, dass alle wahren Religionen einen gemeinsamen Kern besitzen. Yogananda betonte die Notwendigkeit einer direkten, persönlichen Gotteserfahrung gegenüber bloßen Dogmen oder theoretischem Wissen. In seinen Schriften und Reden kehren Themen wie die Harmonisierung von westlichem Effizienzstreben und östlicher Spiritualität stetig wieder. Er lehrte, dass der Mensch durch Selbstdisziplin und Meditation sein Bewusstsein erweitern könne, um die Einheit mit dem Kosmos zu erfahren. Seine Philosophie war dabei stets lebensbejahend und zielte auf eine ganzheitliche Entwicklung von Körper, Geist und Seele ab. Das Vermächtnis von Yogananda ist bis heute in der globalen Yoga- und Meditationsbewegung spürbar. Sein Buch ‚Autobiographie eines Yogi‘ gilt als eines der bedeutendsten spirituellen Werke des 20. Jahrhunderts und beeinflusste Persönlichkeiten aus Wissenschaft, Kunst und Wirtschaft, darunter etwa Steve Jobs oder George Harrison. Seine Lehren boten eine rationale Herangehensweise an die Mystik, die auch für Menschen in einer säkularisierten Welt attraktiv blieb. Da er zeitlose Fragen nach dem Sinn des Daseins und der Überwindung von Leid behandelte, werden seine Aussagen weiterhin als Quelle der Inspiration und als Leitfaden für eine bewusste Lebensführung rezipiert.