Das Schicksal des Menschen ist der Mensch.
Dramatiker, Lyriker, Theaterregisseur Commonly attributed
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Hintergrund & Bedeutung

Bertolt Brecht formulierte diesen Gedanken vor dem Hintergrund der tiefgreifenden politischen Umbrüche des 20. Jahrhunderts, insbesondere geprägt durch den Aufstieg des Faschismus und die Erfahrungen des Exils. In einer Zeit, in der viele Menschen gesellschaftliche Katastrophen als gottgegeben oder naturhaftes Verhängnis betrachteten, setzte Brecht dem ein marxistisch beeinflusstes Weltbild entgegen. Die Entstehung solcher Aussagen ist eng mit seinem Bemühen verknüpft, die Veränderbarkeit der Welt durch kollektives Handeln aufzuzeigen und den Einzelnen aus einer passiven Opferrolle zu befreien. Die Kernidee hinter der Aussage ist die radikale Ablehnung des metaphysischen Schicksalsbegriffs. Brecht vertritt die Überzeugung, dass soziale Missstände, Kriege und Armut keine Resultate höherer Mächte sind, sondern Produkte menschlicher Entscheidungen und Machtstrukturen. In seinem epischen Theater verfolgte er das Ziel, die Zuschauer zur Erkenntnis zu bringen, dass die Verhältnisse von Menschen gemacht sind und folglich auch von Menschen geändert werden können. Das Individuum begegnet in der Gesellschaft nicht dem Zufall, sondern dem Handeln seiner Mitmenschen. Heute dient der Satz als zeitloses Plädoyer für Eigenverantwortung und politische Wachsamkeit. Er wird in philosophischen Debatten über den Humanismus ebenso zitiert wie in politischen Reden, die zur Gestaltung der Zukunft aufrufen. Die Rezeption erstreckt sich von der Literaturwissenschaft bis hin zur Alltagskultur, wo die Worte als Mahnung verstanden werden, dass die Menschheit selbst die Verantwortung für ihr Überleben und ihre soziale Gerechtigkeit trägt.

Bertolt Brecht

Dramatiker, Lyriker, Theaterregisseur · Deutsch

Bertolt Brecht war ein einflussreicher deutscher Dramatiker, Lyriker und Theaterregisseur des 20. Jahrhunderts, der als Begründer des epischen Theaters die Bühnenkunst revolutionierte.

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