Die allermeisten Menschen sind so glücklich, wie sie es sich selbst vorgenommen haben.
16. Präsident der Vereinigten Staaten Commonly attributed
28

Hintergrund & Bedeutung

Obwohl dieses Zitat Abraham Lincoln oft zugeschrieben wird, lässt es sich in seinen gesammelten Schriften oder Reden nicht zweifelsfrei nachweisen. Es wird vermutet, dass die Aussage seinen persönlichen Umgang mit schweren depressiven Episoden widerspiegelt, unter denen er zeit seines Lebens litt. Inmitten der enormen Belastungen des Amerikanischen Bürgerkriegs und privater Schicksalsschläge wie dem Tod seiner Söhne suchte Lincoln nach Wegen der mentalen Widerstandsfähigkeit. Die Worte fassen seine Überzeugung zusammen, dass die innere Einstellung eine entscheidende Rolle bei der Bewältigung äußerer Krisen spielt. Die Kernidee hinter dieser Aussage ist die psychologische Selbstwirksamkeit. Lincoln betont, dass Glück kein Zufallsprodukt äußerer Umstände ist, sondern das Ergebnis einer bewussten Entscheidung und inneren Disziplin. In einer Zeit, in der das Schicksal oft als gottgegeben oder unveränderlich angesehen wurde, wirkt dieser Ansatz fast modern-stoisch. Er rückt die Eigenverantwortung des Individuums für sein emotionales Wohlbefinden in das Zentrum des Handelns. Heute erfreut sich der Ausspruch besonders in der Ratgeberliteratur und der positiven Psychologie großer Beliebtheit. Er dient als zeitloses Mantra für Resilienz und wird häufig in Kontexten zitiert, in denen es um Motivation und die Überwindung von Lebenskrisen geht. Die anhaltende Rezeption liegt vor allem in der moralischen Autorität Lincolns begründet, dessen eigenes, leidvolles Leben der Forderung nach selbstgewähltem Glück eine besondere Tiefe und Glaubwürdigkeit verleiht.

Abraham Lincoln

16. Präsident der Vereinigten Staaten · Amerikanisch

Abraham Lincoln war der 16. Präsident der Vereinigten Staaten und führte das Land durch den Sezessionskrieg, wobei er die Sklaverei abschaffte und die Union bewahrte.

Alle Zitate von Abraham Lincoln →