Was auch immer du tust, es ist nicht genug, also tue es so gut du kannst.
Nimm dein gebrochenes Herz und mache Kunst daraus.
Hintergrund & Bedeutung
Meryl Streep äußerte diesen prägnanten Satz am 8. Januar 2017 während ihrer Dankesrede für den Cecil B. DeMille Award bei den Golden Globes. Der Moment war politisch hochgradig aufgeladen, da er kurz vor der Amtseinführung von Donald Trump stattfand. Streep nutzte die Bühne für eine flammende Verteidigung der Pressefreiheit, der Empathie und der kulturellen Vielfalt Hollywoods. Den Abschluss ihrer Rede bildete die Erinnerung an einen Rat ihrer verstorbenen Freundin Carrie Fisher, womit sie den Schmerz über gesellschaftliche Spaltungen und persönliche Verluste in einen schöpferischen Imperativ verwandelte. Die Kernbotschaft liegt in der transformativen Kraft der Kreativität. Streep postuliert, dass Leid, Enttäuschung oder emotionale Erschütterungen nicht zu Bitterkeit oder Lähmung führen dürfen, sondern als Rohmaterial für den künstlerischen Ausdruck dienen müssen. In ihrem Verständnis als Schauspielerin ist die Arbeit am Menschlichen untrennbar mit der Verarbeitung von Schmerz verbunden. Es ist die Überzeugung, dass Kunst eine heilende und zugleich widerständige Funktion besitzt, indem sie Destruktives in etwas Bleibendes und Bedeutungsvolles übersetzt. Heute fungiert der Ausspruch als universelles Mantra für Resilienz und Selbstwirksamkeit. Er wird weit über den filmischen Kontext hinaus in der Psychologie, der Ratgeberliteratur und den sozialen Medien zitiert, um Menschen in Krisenzeiten zu ermutigen. In der Popkultur ist er zum Symbol für die Verbindung von Verletzlichkeit und Stärke geworden und dient als Leitmotiv für alle, die in der kreativen Arbeit einen Ausweg aus persönlicher oder kollektiver Hoffnungslosigkeit suchen.
