Wenn man nur ein kleines bisschen mutig ist, kann man eine ganze Menge erreichen, auch wenn man eigentlich gar nicht so mutig ist, wie man vielleicht denkt.
Zitate von Astrid Lindgren
Astrid Lindgren (1907–2002) war eine weltberühmte schwedische Schriftstellerin, die mit Figuren wie Pippi Langstrumpf die Kinderliteratur revolutionierte und sich zeitlebens leidenschaftlich für Kinderrechte und Pazifismus einsetzte.
18 Zitate
Astrid Lindgren wurde 1907 auf dem Hof Näs bei Vimmerby in Småland geboren. Ihre Kindheit, die sie später oft als idyllisch und prägend für ihr literarisches Schaffen beschrieb, war verwurzelt in einer ländlichen Welt, die den Hintergrund für viele ihrer Erzählungen bildete. Nach einer frühen Anstellung bei einer Lokalzeitung und einer persönlichen Krise durch eine uneheliche Schwangerschaft zog sie nach Stockholm. Dort arbeitete sie als Sekretärin, bevor sie 1944 mit ‚Britt-Mari erleichtert ihr Herz‘ debütierte. Der internationale Durchbruch gelang ihr kurz darauf mit ‚Pippi Langstrumpf‘, einer Figur, die das traditionelle Bild des braven Kindes radikal infrage stellte und die Autorin zur Stimme einer neuen, antiautoritären Pädagogik machte.
Das Denken Lindgrens war tief von Humanismus, Empathie und einem unerschütterlichen Gerechtigkeitssinn geprägt. In ihren Werken und öffentlichen Reden, wie der berühmten Ansprache ‚Niemals Gewalt‘ anlässlich der Verleihung des Friedenspreises des Deutschen Buchhandels 1978, plädierte sie für eine gewaltfreie Erziehung. Sie war überzeugt, dass der Frieden in der Welt im Kinderzimmer beginnt. Ihre Geschichten behandeln universelle Themen wie Einsamkeit, Tod und Angst, aber auch Mut, Freundschaft und die Kraft der Fantasie. Lindgren sah Kinder als eigenständige Persönlichkeiten mit Rechten an, deren Würde es gegen die Willkür der Erwachsenenwelt zu verteidigen galt.
Ihr Vermächtnis reicht weit über die Literatur hinaus. Lindgren beeinflusste maßgeblich die Gesetzgebung; so trug ihr Engagement dazu bei, dass Schweden 1979 als weltweit erster Staat die Prügelstrafe in der Erziehung verbot. Auch im Tierschutz und in der politischen Debatte um Steuerschutz und soziale Gerechtigkeit hinterließ sie deutliche Spuren. Heute gilt sie als eine der meistübersetzten Kinderbuchautorinnen der Welt. Ihre Zitate werden weiterhin als moralischer Kompass genutzt, da sie zeitlose Werte wie Zivilcourage und Mitgefühl vermitteln und daran erinnern, dass Literatur die Macht hat, die Gesellschaft zum Positiven zu verändern.
Es ist schon merkwürdig, dass man erst dann merkt, wie lieb man jemanden hat, wenn man ihn für immer verliert oder wenn er für immer weggeht.
Manchmal muss man Dinge tun, die gefährlich sind, sonst ist man kein Mensch, sondern nur ein kleines Häuflein Dreck.
Man kann ja nicht immer nur vernünftig sein, dann wäre das Leben doch viel zu langweilig und gar nicht mehr lebenswert für uns Menschen.
Es gibt kein Alter, in dem man alles weiß. Man muss immer weiter lernen und neugierig bleiben, denn das Leben hört nie auf, uns zu überraschen.
Freiheit ist das Einzige, was man dem Leben nicht schuldig bleiben darf. Man muss versuchen, so frei wie möglich zu sein, sowohl im Geist als auch im Körper.
Das ist das Schöne am Leben, dass man nie weiß, was als Nächstes passiert, und dass man immer hoffen kann, dass es etwas Gutes ist.
Man kann in die Tiere hineinschauen wie in ein offenes Buch. Sie haben keine Hintergedanken, sie sind einfach nur da, mit ihrer ganzen Seele.
Wie die Welt von morgen aussehen wird, hängt in hohem Maße von der Einbildungskraft derer ab, die gerade erst lesen lernen.
Alles, was an Großem in der Welt geschah, vollzog sich zuerst in der Phantasie eines Menschen, und wie die Welt von morgen aussehen wird, hängt zum großen Teil von der…
