Wer heute nicht mit der Zeit geht, der geht mit der Zeit, und das ist das Schlimmste, was einem passieren kann.
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Hintergrund & Bedeutung

Karl Lagerfeld, der über Jahrzehnte die kreative Leitung von Modehäusern wie Chanel und Fendi innehatte, prägte diesen Ausspruch als Ausdruck seines radikalen Fokus auf die Gegenwart. Obwohl das Zitat in verschiedenen Variationen existiert, wurzelt es in Lagerfelds tiefer Abneigung gegen Nostalgie und Stillstand. In einer Branche, die von ständigem Wandel lebt, sah er die Anpassungsfähigkeit nicht nur als berufliche Notwendigkeit, sondern als existenzielle Pflicht an. Der gesellschaftliche Kontext war geprägt von der rasanten Beschleunigung der globalen Modewelt und dem Aufkommen digitaler Trends, denen er sich trotz seines Alters stets mit Neugier stellte. Die Kernbotschaft ist ein Wortspiel mit fatalistischer Note: Wer sich dem Fortschritt und dem aktuellen Zeitgeist verschließt, verliert seine Relevanz und verschwindet letztlich aus dem öffentlichen Bewusstsein. Für Lagerfeld bedeutete Stillstand den intellektuellen und kreativen Tod. Er vertrat die Philosophie, dass man die Vergangenheit zwar kennen, sie aber niemals als Ruhekissen nutzen dürfe. Diese kompromisslose Haltung erklärt seine Fähigkeit, sich immer wieder neu zu erfinden und über Generationen hinweg einflussreich zu bleiben. Heute wird der Satz weit über die Modewelt hinaus als Mahnung zur Agilität zitiert. Er findet Anwendung in der Wirtschaftsethik, im Change-Management und in der Alltagskultur, wenn es darum geht, die Notwendigkeit von Transformation und lebenslangem Lernen zu betonen. Lagerfelds Diktum ist zum Inbegriff für die Dynamik der Moderne geworden.

Karl Lagerfeld

Modeschöpfer · Deutsch

Karl Lagerfeld war ein weltweit einflussreicher deutscher Modeschöpfer, Designer und Fotograf, der vor allem als langjähriger Kreativdirektor des französischen Luxushauses Chanel Weltruhm erlangte.

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