Wenn man in einem Buch ein Blatt als Lesezeichen benutzt, das man vor Jahren gepresst hat, riecht der ganze Roman plötzlich nach einem längst vergangenen Sommer in Italien.
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Entdecke die Macht der Worte und die unendlichen Welten, die sich zwischen Buchdeckeln verbergen. Zitate, die die Liebe zum Lesen und die Weisheit der Literatur preisen.
54 Zitate
Wenn man in einem Buch ein Blatt als Lesezeichen benutzt, das man vor Jahren gepresst hat, riecht der ganze Roman plötzlich nach einem längst vergangenen Sommer in Italien.
Manchmal verstecke ich mich in einem Buch, nur um zu sehen, ob die Welt draußen mich überhaupt bemerkt, wenn ich für ein paar Stunden einfach nicht mehr existiere.
Wenn man nachts zu lange bei Kerzenschein liest, beginnt der Schatten der Zimmerpflanze auf der Wand plötzlich so zu tanzen, als wolle er die Handlung des Kapitels kommentieren.
Wenn man in der U-Bahn das Buch zuklappt, behält man den Geruch des fremden Ortes noch Minuten in der Kleidung, bevor die Haltestellendurchsage einen wieder in die eigene Existenz zerrt.
Manchmal wünschte ich, ich könnte die Schriftzeichen einfach von der Seite abkratzen und sie wie Gewürze in mein Leben mischen, damit der Alltag weniger fad schmeckt.
Wenn man spät abends die letzte Seite zuschlägt, fühlt sich die eigene Wohnung plötzlich seltsam fremd an, als hätte man die Zimmerecken gerade erst zum ersten Mal richtig wahrgenommen.
Manchmal frage ich mich, wie viele Leben ich wohl noch führen muss, bevor ich endlich wieder aus dem Sessel aufstehe und das Licht im Flur lösche.
Wenn man in einem Roman versinkt, vergisst man für einen Moment die eigene Adresse, bis draußen ein Auto hupt und einen unsanft zurück in die Wirklichkeit holt.
Wenn man den ganzen Tag in fremden Leben verbringt, schmeckt der Kaffee im eigenen Wohnzimmer danach irgendwie anders, als hätte sich die Welt draußen in die Tasse geschlichen.
Manchmal schlage ich ein Buch nur auf, um das vertraute Knistern des Papiers zu hören, bevor ich überhaupt den ersten Satz gelesen habe.