Manchmal schlage ich ein Buch an einer zufälligen Stelle auf und finde dort genau den Satz, den ich heute gebraucht hätte, um mich nicht völlig in meinem eigenen Kopf zu…
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Entdecke die Macht der Worte und die unendlichen Welten, die sich zwischen Buchdeckeln verbergen. Zitate, die die Liebe zum Lesen und die Weisheit der Literatur preisen.
60 Zitate
Manchmal schlage ich ein Buch an einer zufälligen Stelle auf und finde dort genau den Satz, den ich heute gebraucht hätte, um mich nicht völlig in meinem eigenen Kopf zu…
Wenn man nachts zu lange liest, gewöhnen sich die Augen an die Dunkelheit, bis man im eigenen Flur plötzlich schemenhafte Gestalten sieht, die eigentlich nur aus dem letzten Kapitel stammen.
Wenn man in einem alten Taschenbuch den Rand einer Seite umknickt, ist das wie ein geheimes Versprechen an sich selbst, dass man an genau dieser Stelle irgendwann wieder nach Hause…
Wenn man abends liest, wandert das Licht der Schreibtischlampe so lange über die Zeilen, bis man selbst nicht mehr sicher ist, ob die eigene Zimmerdecke wirklich zum Haus gehört oder…
Wenn man den ganzen Nachmittag mit einem Taschenbuch auf dem Balkon verbringt, vergisst man dabei völlig, dass man eigentlich noch den Müll rausbringen wollte, bis die Abenddämmerung den Text unleserlich…
Wenn man den ganzen Abend in einem Roman feststeckt, fühlt sich das Wohnzimmer am nächsten Morgen wie ein geliehener Ort an, in dem man erst wieder seine eigene Adresse suchen…
Wenn man in einem Buch ein Blatt als Lesezeichen benutzt, das man vor Jahren gepresst hat, riecht der ganze Roman plötzlich nach einem längst vergangenen Sommer in Italien.
Manchmal verstecke ich mich in einem Buch, nur um zu sehen, ob die Welt draußen mich überhaupt bemerkt, wenn ich für ein paar Stunden einfach nicht mehr existiere.
Wenn man nachts zu lange bei Kerzenschein liest, beginnt der Schatten der Zimmerpflanze auf der Wand plötzlich so zu tanzen, als wolle er die Handlung des Kapitels kommentieren.
Wenn man in der U-Bahn das Buch zuklappt, behält man den Geruch des fremden Ortes noch Minuten in der Kleidung, bevor die Haltestellendurchsage einen wieder in die eigene Existenz zerrt.