Wir brauchen die Zuversicht, dass wir die Zukunft gestalten können, wenn wir uns nicht von Angst leiten lassen, sondern von Mut und dem Vertrauen in unsere eigenen Stärken.
Bildung ist die wichtigste Ressource, die wir in unserem Land haben, denn sie ist der Schlüssel zur Teilhabe, zur Selbstbestimmung und zu einem gelingenden Leben für jeden Einzelnen.
Hintergrund & Bedeutung
Frank-Walter Steinmeier äußerte diese Worte im September 2017 anlässlich der Eröffnung des Schuljahres 2017/2018 in Berlin. Zu diesem Zeitpunkt befand er sich im ersten Jahr seiner Amtszeit als Bundespräsident und nutzte den feierlichen Rahmen vor Schülern, Lehrkräften und Eltern, um die gesellschaftliche Bedeutung des Bildungswesens hervorzuheben. In einer Phase, die von technologischem Wandel und Diskussionen über soziale Gerechtigkeit geprägt war, positionierte er die Schule als zentralen Ort der Weichenstellung für die Zukunft der Bundesrepublik Deutschland. Die Aussage unterstreicht die Überzeugung, dass Bildung in einem rohstoffarmen Land wie Deutschland das fundamentale Kapital darstellt. Steinmeier verknüpft hierbei ökonomische Notwendigkeiten mit humanistischen Idealen: Bildung wird nicht nur als Qualifikation für den Arbeitsmarkt verstanden, sondern als essenzielle Voraussetzung für demokratische Teilhabe und individuelle Freiheit. In seinem Denken ist die Befähigung des Einzelnen, ein selbstbestimmtes Leben zu führen, untrennbar mit dem stabilen Fortbestand einer demokratischen Gesellschaft verbunden. Wer Bildung besitzt, kann aktiv mitgestalten und ist weniger anfällig für soziale Ausgrenzung. Heute wird das Zitat regelmäßig in bildungspolitischen Debatten, Festreden und pädagogischen Fachartikeln herangezogen, um die staatliche Verantwortung für Chancengleichheit zu mahnen. Es dient als Referenzpunkt für die Forderung nach Investitionen in das Schulsystem und wird in der Alltagskultur oft zitiert, wenn es darum geht, den Wert lebenslangen Lernens über die rein berufliche Verwertbarkeit hinaus zu betonen.
