Wir müssen uns wieder daran gewöhnen, dass wir in einer Demokratie nicht nur Rechte haben, sondern auch Pflichten, und dass wir Verantwortung für das Ganze tragen.
Zitate von Frank-Walter Steinmeier
Frank-Walter Steinmeier ist ein deutscher SPD-Politiker und seit 2017 der zwölfte Bundespräsident der Bundesrepublik Deutschland. Er prägte zuvor jahrelang als Außenminister und Vizekanzler die deutsche internationale Diplomatie.
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Frank-Walter Steinmeier wurde 1956 in Detmold geboren und wuchs in einfachen Verhältnissen als Sohn eines Tischlers auf. Nach dem Abitur und dem Wehrdienst studierte er Rechtswissenschaften und Politikwissenschaft an der Justus-Liebig-Universität Gießen, wo er später auch promovierte. Seine politische Laufbahn begann eng verknüpft mit Gerhard Schröder, dem er zunächst in der niedersächsischen Staatskanzlei und später als Chef des Bundeskanzleramts in Berlin diente. In dieser Funktion war er maßgeblich an der Konzeption der Agenda 2010 beteiligt. Später profilierte er sich als Außenminister in zwei Großen Koalitionen sowie als SPD-Fraktionsvorsitzender und Kanzlerkandidat, bevor er 2017 zum Staatsoberhaupt gewählt wurde. Steinmeiers Denken ist tief in der Tradition der sozialen Demokratie und des Rechtsstaats verwurzelt. Seine Amtsführung als Bundespräsident ist geprägt von dem Bemühen, den gesellschaftlichen Zusammenhalt in Zeiten zunehmender Polarisierung zu stärken. In seinen Reden betont er immer wieder die Kostbarkeit und Zerbrechlichkeit der Demokratie, die er nicht als selbstverständlich, sondern als tägliche Aufgabe begreift. Ein zentrales Motiv ist dabei die ‚Bürgergesellschaft‘, in der jeder Einzelne Verantwortung für das Ganze übernehmen muss. Er mahnt zur Vernunft, zum Dialog über politische Gräben hinweg und zur Verteidigung liberaler Werte gegen populistische Tendenzen. Das Vermächtnis Steinmeiers liegt vor allem in seiner Rolle als diplomatischer Vermittler und moralische Instanz. Während seiner Zeit als Außenminister erwarb er sich internationales Ansehen durch sein Krisenmanagement, etwa im Ukraine-Konflikt oder bei den Verhandlungen zum iranischen Atomprogramm. Als Bundespräsident hat er das Profil des Amtes geschärft, indem er die historische Verantwortung Deutschlands thematisiert und gleichzeitig zukunftsorientierte Debatten über den Zustand der westlichen Demokratien anstößt. Seine Worte werden als Kompass in einer unübersichtlichen Welt wahrgenommen, da sie auf Beständigkeit, Ausgleich und der unbedingten Achtung der Menschenwürde basieren.
Demokratie ist kein Zustand, der einfach da ist, sondern sie ist ein Prozess, der von uns allen immer wieder neu gestaltet werden muss, jeden Tag aufs Neue, mit Leidenschaft und…
Bildung ist die wichtigste Ressource, die wir in unserem Land haben, denn sie ist der Schlüssel zur Teilhabe, zur Selbstbestimmung und zu einem gelingenden Leben für jeden Einzelnen.
Wir brauchen die Kraft der Zuversicht, die uns über den Tag hinausblicken lässt und uns den Mut gibt, die Welt von morgen schon heute mitzugestalten.
Wir brauchen das Ehrenamt, weil es das Rückgrat unserer Gesellschaft ist und uns zeigt, dass Mitmenschlichkeit und Solidarität die Fundamente sind, auf denen unser Zusammenleben ruht.
Die Musik ist eine Sprache, die keine Grenzen kennt, die Herzen öffnet und uns daran erinnert, was uns als Menschen verbindet, jenseits aller Unterschiede.
Wir brauchen die Kraft der Hoffnung, die uns über den Tag hinausblicken lässt und uns den Mut gibt, die Welt von morgen schon heute mitzugestalten.
Wer die Welt verändern will, der muss sie erst einmal so nehmen, wie sie ist, um sie dann gemeinsam mit anderen ein Stück besser zu machen.
Das Gespräch ist die Seele der Demokratie, aber es ist auch das Band, das uns im Privaten zusammenhält, uns zuhört und uns verstehen lässt.
Wir brauchen die Kunst, weil sie uns die Augen öffnet für das, was wir im Alltag oft übersehen, und uns lehrt, die Welt mit anderen Augen zu betrachten.
