Ich habe nie gearbeitet, ich habe mich immer nur amüsiert, aber das mit einem ungeheuren Fleiß und einer großen Disziplin, denn ohne diese beiden Eigenschaften erreicht man gar nichts.
Ich habe in meinem Leben immer versucht, das Schöne zu suchen und festzuhalten, sei es in der Kunst, in der Fotografie oder in den Begegnungen mit Menschen.
Hintergrund & Bedeutung
Gunter Sachs, der als Prototyp des modernen Playboys und zugleich als ernsthafter Kunstmäzen galt, reflektierte mit diesen Worten sein lebenslanges Streben nach ästhetischer Perfektion. In der Ära des Wirtschaftswunders und dem Aufstieg der Jetset-Kultur der 1960er und 70er Jahre war sein Wirken geprägt von einer tiefen Leidenschaft für die Fotografie und dem Aufbau einer der bedeutendsten privaten Kunstsammlungen Europas. Die Aussage fasst seine Rolle als Vermittler zwischen purer Lebensfreude und intellektuellem Kunstanspruch zusammen, wobei er sich stets gegen die Oberflächlichkeit wehrte, die seinem öffentlichen Image oft anhaftete. Die Kernbotschaft liegt in der bewussten Entscheidung für den Optimismus und die Kultivierung des Augenblicks. Sachs verstand das Festhalten des Schönen nicht als bloßen Konsum, sondern als eine Form der Disziplin und Wertschätzung gegenüber der Welt. Für ihn war die Kamera ein Werkzeug, um die flüchtige Harmonie der menschlichen Gestalt oder eines künstlerischen Ausdrucks dauerhaft zu konservieren. Diese Philosophie spiegelt seinen Wunsch wider, das Leben selbst als Gesamtkunstwerk zu begreifen, in dem menschliche Beziehungen und visuelle Ästhetik untrennbar miteinander verwoben sind. Heute wird das Zitat häufig herangezogen, um eine lebensbejahende Haltung zu illustrieren, die über materiellen Reichtum hinausgeht. In Nachrufen, Kunstkatalogen und biografischen Rückblicken dient es als Beleg für seine authentische Hingabe an die Muse. Es findet zudem in der modernen Ratgeberliteratur und in sozialen Medien Verwendung, wenn es darum geht, Achtsamkeit für das Positive im Alltag zu betonen und die Bedeutung von Inspiration in einer zunehmend funktionalen Welt hervorzuheben.
