Die Kunst ist für mich ein Lebenselixier, das den Alltag in ein Fest verwandelt und uns lehrt, die Welt mit den Augen des Staunens und der Bewunderung zu betrachten.
Ich habe nie gearbeitet, ich habe mich immer nur amüsiert, aber das mit einem ungeheuren Fleiß und einer großen Disziplin, denn ohne diese beiden Eigenschaften erreicht man gar nichts.
Hintergrund & Bedeutung
Gunter Sachs, Spross der Industriellenfamilie Opel und Sachs, prägte dieses Lebensmotto in der Hochphase seines öffentlichen Wirkens als Prototyp des modernen Playboys. In zahlreichen Interviews und biografischen Rückblicken reflektierte er damit sein Dasein zwischen Jetset-Glamour und ernsthafter künstlerischer Ambition. Das Zitat entstand vor dem Hintergrund einer Gesellschaft, die ihn oft auf seine Rolle als Erbe und Lebemann reduzierte, während er selbst den Anspruch erhob, seine Leidenschaften für die Fotografie und Kunst mit professioneller Ernsthaftigkeit zu verfolgen. Die Aussage bricht mit der konventionellen Trennung von Arbeit und Vergnügen. Sachs vertrat die Überzeugung, dass wahre Exzellenz nicht aus Zwang, sondern aus einer tiefen Hingabe resultiert, die jedoch ohne die bürgerlichen Tugenden Fleiß und Disziplin wirkungslos bleibt. Für ihn war das Amüsement kein Müßiggang, sondern ein kreativer Prozess, der dieselbe Akribie erforderte wie eine wirtschaftliche Unternehmung. Dies spiegelt sein Selbstverständnis als Ästhet wider, der das Leben als Gesamtkunstwerk begriff. Heute wird der Ausspruch häufig zitiert, um die Bedeutung von Leidenschaft im Berufsleben zu betonen. Er findet Verwendung in Diskursen über Work-Life-Balance und moderne Arbeitswelten, in denen die Grenzen zwischen Hobby und Beruf verschwimmen. In der Popkultur bleibt das Zitat ein Symbol für einen hedonistischen Lebensstil, der trotz aller Leichtigkeit eine beeindruckende Leistungsbilanz vorweisen kann.
