Ich habe nie ein Leben geführt, das ein anderer hätte führen können. Ich habe immer das getan, was ich wollte, und ich habe es immer mit einer gewissen Intensität getan.
Zitate von Gunter Sachs
Gunter Sachs war ein deutsch-schweizerischer Industriellenerbe, Fotograf und Kunstsammler, der als Prototyp des modernen Playboys und bedeutender Mäzen der Pop-Art Weltberühmtheit erlangte.
10 Zitate
Gunter Sachs wurde 1932 in Mainberg als Sohn des Industriellen Willy Sachs und Elinor von Opel geboren. Seine Herkunft aus zwei der bedeutendsten deutschen Unternehmerdynastien prägte seinen Lebensweg, doch statt sich rein auf die Verwaltung des Erbes zu konzentrieren, entwickelte er sich zu einer zentralen Figur der internationalen High Society der Nachkriegszeit. In den 1960er Jahren wurde er zum Inbegriff des Jetsets, insbesondere durch seine medienwirksame Ehe mit Brigitte Bardot und sein mondänes Leben in St. Moritz und an der Côte d’Azur. Sachs nutzte seine privilegierte Position jedoch stets als Plattform für eine ernsthafte Auseinandersetzung mit Ästhetik und Zeitgeist. Sein Wirken war untrennbar mit dem kulturellen Aufbruch der Moderne verbunden, wobei er geschickt zwischen der Rolle des Lebemanns und der des seriösen Kunstförderers navigierte. Das Denken von Gunter Sachs war von einem tiefen Hedonismus geprägt, der jedoch nicht als bloße Oberflächlichkeit, sondern als Lebenskunst verstanden wurde. Er glaubte an die Ästhetisierung des Alltags und die Freiheit des Individuums, sich jenseits bürgerlicher Konventionen zu entfalten. In seinen fotografischen Arbeiten und Sammlungen spiegelte sich die Überzeugung wider, dass Kunst ein unmittelbarer Ausdruck von Lebensfreude und Zeitgeist sein müsse. Sachs war ein früher Verfechter der Astrologie, die er mit mathematischen Methoden zu untermauern versuchte, was sein Interesse an der Verbindung von Intuition und empirischer Logik verdeutlicht. Seine Aussagen kreisten oft um das Thema der Vergänglichkeit und den Versuch, den Moment durch Schönheit und Stil festzuhalten. Das Vermächtnis von Gunter Sachs liegt vor allem in seiner Rolle als Vermittler zwischen der Welt des Geldes und der Welt der Kunst. Er war einer der ersten großen Sammler, der das Potenzial der Pop-Art erkannte und Künstlern wie Andy Warhol zum Durchbruch in Europa verhalf. Als Fotograf hinterließ er ein Werk, das die Grenzen zwischen Modefotografie und surrealistischer Kunst auslotete. Sein Einfluss auf die Gesellschaft zeigt sich in der Etablierung eines modernen Lifestyle-Begriffs, der Genuss und kulturelles Engagement vereint. Bis heute werden seine Werke und seine Lebensführung als Ausdruck einer Ära diskutiert, in der Individualität und die Inszenierung des Schönen zu einem neuen gesellschaftlichen Ideal wurden.
Die Kunst ist für mich ein Lebenselixier, das den Alltag in ein Fest verwandelt und uns lehrt, die Welt mit den Augen des Staunens und der Bewunderung zu betrachten.
Die Fotografie ist für mich die Möglichkeit, den flüchtigen Augenblick festzuhalten und ihm eine Dauer zu verleihen, die über den Moment hinausreicht und die Schönheit der Welt bewahrt.
Ich habe nie gearbeitet, ich habe mich immer nur amüsiert, aber das mit einem ungeheuren Fleiß und einer großen Disziplin, denn ohne diese beiden Eigenschaften erreicht man gar nichts.
Ich habe in meinem Leben immer versucht, das Schöne zu suchen und festzuhalten, sei es in der Kunst, in der Fotografie oder in den Begegnungen mit Menschen.
Ich habe nie für die Galerie gelebt, sondern immer nur für mein eigenes Vergnügen, und das war vielleicht das Geheimnis meines Erfolges und meines Glücks.
Ein Leben ohne Leidenschaft ist wie ein Garten ohne Blumen; es fehlt ihm der Duft und die Farbe, die das Dasein erst lebenswert und wahrhaftig machen.
Ich habe in meinem Leben immer versucht, die Ästhetik über die Logik zu stellen, denn die Schönheit ist es, die uns letztlich mit dem Dasein versöhnt.
Ich habe mich nie als Sammler gesehen, sondern als jemanden, der mit Kunst lebt, weil sie das Leben bereichert und den Blick auf die Welt verändert.
Man muss im Leben immer wieder den Mut haben, Türen zuzuschlagen, damit sich neue Fenster öffnen können, durch die man wieder Licht und Hoffnung sieht.
