Man muß das Unmögliche versuchen, um das Mögliche zu erreichen.
Schriftsteller, Dichter Commonly attributed
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Hintergrund & Bedeutung

Hermann Hesse formulierte diesen Gedanken in einer Zeit tiefgreifender persönlicher und gesellschaftlicher Krisen, die von den Verheerungen des Ersten Weltkriegs und seinem Rückzug in die Schweiz geprägt waren. Obwohl das Zitat oft als allgemeine Lebensweisheit zirkuliert, wurzelt es in Hesses Ringen um individuelle Authentizität inmitten einer zerbrechenden Weltordnung. Er sah sich mit der Herausforderung konfrontiert, jenseits der erstarrten bürgerlichen Moral neue Wege der Selbsterkenntnis zu finden, was oft wie ein utopisches oder unmögliches Unterfangen wirkte. Die Aufforderung, das Unmögliche zu wagen, spiegelt seine Überzeugung wider, dass wahre Entwicklung nur durch das Überschreiten vermeintlich fester Grenzen möglich ist. In seinem Werk, etwa in 'Siddhartha' oder 'Der Steppenwolf', thematisierte Hesse immer wieder die Notwendigkeit, sich radikalen Idealen zu verschreiben, um überhaupt eine greifbare Veränderung im eigenen Leben zu bewirken. Das Unmögliche dient hierbei als notwendiger Fixpunkt, der die menschliche Willenskraft so weit dehnt, dass das zuvor unerreichbare Mögliche in den Bereich des Realisierbaren rückt. Es ist ein Plädoyer gegen den vorzeitigen Kompromiss und die Resignation. Heute gilt der Ausspruch als zeitloser Appell an den Idealismus und findet in der Psychologie sowie in Motivationsdiskursen breite Anwendung. Er wird herangezogen, um Menschen zu ermutigen, über den Status quo hinauszudenken. In der Popkultur und Literatur bleibt das Zitat präsent, weil es die universelle Sehnsucht nach Selbstverwirklichung und den Mut zum Risiko in einer prägnanten Formel zusammenfasst.

Hermann Hesse

Schriftsteller, Dichter · Deutsch-Schweizerisch

Hermann Hesse war ein deutsch-schweizerischer Schriftsteller, Dichter und Maler, der 1946 den Nobelpreis für Literatur erhielt und durch Werke wie 'Siddhartha' und 'Der Steppenwolf' Weltruhm erlangte.

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