Wenn nun jemand unter den Menschen, der sich auf irgendetwas versteht, sich einbildet, er sei weise, so ist er es in Wahrheit nicht, und ich, der ich nichts weiß, bin…
Zitate von Platon
Platon war ein antiker griechischer Philosoph und Sch?ler des Sokrates, der mit der Gründung der Akademie in Athen und seiner Ideenlehre das Fundament der abendländischen Philosophie legte.
16 Zitate
Platon wurde um 428/427 v. Chr. in eine wohlhabende aristokratische Familie in Athen geboren. Sein Lebensweg war tiefgreifend durch die politische Instabilität seiner Heimatstadt und die Begegnung mit seinem Lehrer Sokrates geprügt. Die Hinrichtung des Sokrates im Jahr 399 v. Chr. empfand Platon als fundamentales Unrecht, was ihn dazu veranlasste, die bestehenden politischen Systeme kritisch zu hinterfragen. Nach ausgedehnten Reisen, unter anderem nach Ägypten und Sizilien, kehrte er nach Athen zurück und gründete die Akademie, die als eine der ersten institutionellen Bildungsstätten der westlichen Welt gilt. Hier widmete er sich bis zu seinem Tod um 348/347 v. Chr. der Lehre und dem Verfassen seiner Dialoge.
Im Zentrum von Platons Denken steht die Ideenlehre. Er vertrat die Ansicht, dass die sinnlich wahrnehmbare Welt nur ein unvollkommener Abglanz einer höheren, unveränderlichen Realität der Ideen sei. Sein beröhmtes Höhlengleichnis illustriert diesen Weg der Erkenntnis: Der Mensch muss sich von den täuschenden Schattenbildern der materiellen Welt lösen, um durch Vernunft zum wahren Sein zu gelangen. In seinen staatstheoretischen Schriften, insbesondere in der ‚Politeia‘, entwarf er die Vision eines gerechten Staates, der von Philosophenkönigen geleitet wird. Gerechtigkeit, Tapferkeit, Besonnenheit und Weisheit bildeten für ihn die Kardinaltugenden, die sowohl das Individuum als auch das Gemeinwesen leiten sollten.
Das Vermächtnis Platons ist für die europäische Geistesgeschichte kaum zu überschätzen. Er etablierte den Dialog als literarische Form der Philosophie und legte die Basis für Metaphysik, Erkenntnistheorie und Ethik. Sein Einfluss reicht von seinem Schöler Aristoteles über die christliche Theologie des Mittelalters bis hin zur modernen politischen Philosophie. Die Fragen, die Platon aufwarf – etwa nach dem Wesen des Guten, der Struktur einer gerechten Gesellschaft oder der Unsterblichkeit der Seele – haben bis heute nichts an Aktualität eingebüßt. Seine Werke werden weiterhin studiert, da sie den Anspruch erheben, durch rationales Denken und dialektische Prüfung zu zeitlosen Wahrheiten vorzustoßen.
Denn das ist nicht die Art derer, die wirklich philosophieren, dass sie sich in die politischen Angelegenheiten einmischen, sondern sie bleiben in der Ruhe und betrachten das Wesen des Ganzen.
Wenn man sich mit einer Sache beschäftigt, so muss man sie von Anfang an bis zu Ende durchdenken, um zu einem klaren Verständnis zu gelangen.
Denn das ist die Art der Philosophie, die ich meine: die Sorge um die Seele, damit sie so vollkommen wie möglich werde.
Denn das Maß aller Dinge ist der Mensch: der seienden, dass sie sind, der nicht seienden, dass sie nicht sind.
Denn das Leben, das nicht geprüft wird, ist für den Menschen nicht lebenswert.
Denn das Nichtwissen ist das Schlimmste, wenn man glaubt, etwas zu wissen, obwohl man es nicht weiß, denn dann meint man, man wisse alles, obwohl man nichts weiß.
Die Erziehung ist die erste und schönste der Güter, die den Besten zuteilwerden können, denn sie ist etwas, das, wenn es einmal gewonnen ist, niemals wieder verloren geht.
Denn das Staunen ist ein sehr philosophisches Gefühl, und die Philosophie hat keinen anderen Ursprung als diesen.
Wer also ein richtiges Leben führen will, der darf weder sich selbst noch das Seinige am meisten lieben, sondern nur das Gerechte, mag es nun von ihm selbst oder von…
