Ich möchte alles, was mir begegnet, mit meinen Augen und Sinnen aufnehmen, um es dann in meiner Kunst zu einer neuen, eigenen Welt zu verarbeiten.
Künstlerin und Denkerin Commonly attributed to her artistic philosophy and diaries
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Hintergrund & Bedeutung

Hannah Höch formulierte dieses Credo als zentrale Figur der Berliner Dada-Bewegung in einer Ära des radikalen Umbruchs. Nach dem Ersten Weltkrieg suchten Künstler nach neuen Ausdrucksformen, um die zerbrochene Realität abzubilden. Höch, die als einzige Frau im inneren Kreis der Dadaisten agierte, entwickelte die Technik der Fotomontage maßgeblich mit. Ihre Worte spiegeln den Drang wider, die visuelle Flut der modernen Massenmedien und die technologischen Neuerungen der Weimarer Republik nicht nur passiv zu konsumieren, sondern als Rohmaterial für eine subversive Neugestaltung der Gesellschaft zu nutzen.Die Aussage beschreibt den künstlerischen Prozess als einen Akt der Transformation: Die ungefilterte Wahrnehmung der Außenwelt dient als Basis für eine subjektive Rekonstruktion. Höch verstand Kunst nicht als bloße Abbildung, sondern als Montage von Fragmenten, die in ihrer Neuanordnung traditionelle Rollenbilder und Machtstrukturen hinterfragen. Diese Philosophie der Offenheit gegenüber allen Sinneseindrücken ermöglichte es ihr, disparate Elemente aus Modezeitschriften, Technikjournalen und ethnografischen Sammlungen zu einer eigenständigen, oft surrealen Bildsprache zu verschmelzen.Heute gilt das Zitat als programmatisch für die Freiheit der Kunst und die emanzipatorische Kraft der Kreativität. Es wird häufig in kunstpädagogischen Diskursen und Ausstellungen herangezogen, um den aktiven Umgang mit der medialen Reizüberflutung zu thematisieren. In einer digitalen Kultur, die durch Remixing und Sampling geprägt ist, erfährt Höchs Ansatz eine neue Relevanz, da er die individuelle Urheberschaft inmitten einer Welt aus bereits existierenden Zeichen betont.

Hannah Höch

Künstlerin und Denkerin · Deutsch

Hannah Höch war eine bedeutende deutsche Künstlerin des Dadaismus und Pionierin der Fotomontage, die Geschlechterrollen und gesellschaftliche Umbrüche der Weimarer Republik kritisch hinterfragte.

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