Wenn du die Chance hast, das Beste aus deinem Leben zu machen, dann musst du es auch tun, denn du weißt nie, wie lange du es genießen kannst.
Wenn man mich fragt, ob ich lieber an einem großen Spiel gegen Liverpool vorbeigehen würde oder mit Miss World ins Bett gehen würde, wäre es eine schwierige Wahl. Glücklicherweise habe ich beides getan.
Hintergrund & Bedeutung
George Best hielt seine Erinnerungen im Jahr 2001 in der Autobiografie „Blessed“ fest, kurz bevor sich sein Gesundheitszustand drastisch verschlechterte. Das Zitat reflektiert eine Ära des britischen Fußballs, in der Best als erster echter „Popstar“ des Sports galt. In den 1960er und 1970er Jahren verschwammen für ihn die Grenzen zwischen dem harten Wettbewerb auf dem Rasen von Old Trafford und dem glamourösen Nachtleben des „Swinging London“. Die Aussage entstand im Rückblick auf ein Leben, das gleichermaßen von genialem Talent wie von exzessivem Hedonismus geprägt war, und fängt die Zerrissenheit zwischen professioneller Leidenschaft und privater Vergnügungssucht ein.Die Worte bringen Bests Lebensphilosophie auf den Punkt: Er weigerte sich, die asketische Disziplin des Profisports über die Freuden des Lebens zu stellen. Die „schwierige Wahl“ verdeutlicht, dass für ihn der sportliche Triumph gegen einen Erzrivalen wie Liverpool denselben Stellenwert besaß wie die Eroberung einer Schönheitskönigin. Es offenbart ein Selbstverständnis, in dem Erfolg nicht nur durch Tore, sondern durch die Intensität des Erlebten definiert wird. Best kultivierte das Image des charmanten Rebellen, der sich den Konventionen des Sportsystems widersetzte und seine Prioritäten nach eigenem Belieben setzte.Heute dient der Ausspruch als Inbegriff für die Nostalgie nach einer Zeit, in der Fußballer noch Ecken und Kanten besaßen. Er wird in Sportdokumentationen, Biografien und sozialen Medien zitiert, um den Kontrast zum modernen, hochglanzpolierten und oft sterilen Profifußball zu markieren. In der Popkultur steht das Zitat für den Prototyp des „Playboy-Fußballers“. Es wird oft verwendet, um die menschliche Seite des Genies zu betonen, das trotz oder gerade wegen seiner Eskapaden eine ungebrochene Faszination ausübt und als Symbol für eine verlorene Ära der Authentizität gilt.
